25! dokumentART
11. - 15.11.2016
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Dank an das Festival

Dank an das Festival

Rainer Komers

Filmemacher, Jurymitglied 2012, seine Filme Kobe (dokART 2007), Ma’Rib (dokART 2009), Milltown Montana (dokART 2010), 25572 Büttel (dokART 2013) und Ruhrubia (dokART 2015) liefen im Wettbewerb

Zuerst bedanke ich mich bei allen FestivalmacherInnen und gratuliere dokumentArt zu ihrem/seinem Geburtstag, zu dem großartigen Motto dokument + ART, dass Ihr dem von Anfang an treu geblieben seid und es ein viertel Jahrhundert lang abseits der Metropolen geschafft habt, es gegen den rauen Wind einer rauen Marktwirtschaft zu behaupten.

Besonders geschätzt habe ich die Partnerschaft mit Szczecin, die Fahrt alleine mit dem Bummelzug über die Grenze, oder gemeinschaftlich mit dem Bus und die Anekdoten, die uns der Fahrer aus seiner Zeit als Seemann der DDR-Fischfangflotte erzählt hat. In Szczecin bin ich der Pariser Regisseurin Muriel Montini erstmals begegnet, in Neubrandenburg den Berliner Medienkünstlern Bettina Nürnberg und Dirk Peuker, mit denen mich seitdem eine feste Freundschaft verbindet. Das von Jörg Foth 2013 geführte Gespräch zu meinem Film „25572 Büttel“ war das bestvorbereitete, das ich jemals erlebt habe, und 2012 zusammen mit Hila Peleg in der Jury habe ich gelernt, dass die vermeintlich starke Story das Rennen macht, wenn es bei den leisen und poetischen Tönen nicht den großen Favoriten gibt („Tolya“, eine onomatopoetische Liebesgeschichte aus dem Programm der Sam Spiegel Film and Television School 2010 wäre ein solcher Favorit gewesen). Und last but not least ist da der eiszeitliche Tollensesee südlich von Neubrandenburg, an dessen Ufer ich mich 2009 bei einem Picknick mit Norman Richter über seinen Film „Heidelberg“ und die Schnittstelle zur Medienkunst ausgetauscht habe. dokumentART ist das unschätzbare, hochaktuelle Forum für diese Schnittstelle zwischen Dokumentarfilm und Medienkunst, so unschätzbar wichtig für beide, weil sich in den dort diskutierten Filmen das Dokument aus den Konventionen befreit und die Kunst durch das in ihnen gezeigte Leben geerdet wird.

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